Predigt zum Kaiserin Theophanu-Gedenken am 15.6.2007 von Msgr. Dr. Peter v. Steinitz

In diesem Jahr fällt der Todestag der Kaiserin Theophanu auf das Hochfest des Heiligsten Herzens Jesu, eines der liebenswerten Feste, die die Kirche im Anschluss an den Osterfestkreis feiert (Dreifaltigkeit, Fronleichnam, Herz Mariä, die großen Heiligen Johannes und Peter und Paul), gleichsam als könnte sie sich nicht genug damit tun, die beglückenden Geheimnisse der Auferstehung und der Geistsendung ausführlich und mit Freude zu begehen. Die Geschichte der Herz Jesu Verehrung in der westlichen Christenheit ist voller dramatischer Höhe- und Tiefpunkte. Immer aber ist sie gekennzeichnet von dem schier unüberbrückbaren Kontrast zwischen der unendlichen Liebe Gottes und der oft so kleinlichen oder aber gar nicht vorhandenen Gegenliebe der Menschen. Zwar singt die Kirche am Fest der Menschwerdung Gottes „Sic nos amantem quis non redamaret?“ Wenn Gott uns so liebt (nämlich dass er seinen einzigen Sohn für uns dahin gibt), wer würde ihn nicht widerlieben? Aber, liebe Brüder und Schwestern, oft müssen zugeben, wir sind lieber bei unserer Eigenliebe stehen geblieben.

Wenn wir heute am Todestag der Kaiserin Theophanu die Eucharistie für die Einheit der Christen feiern, wird uns das im Hinblick auf den Zustand der heutigen Christenheit besonders schmerzlich bewusst. Wir sehr wünschen wir uns alle die Einheit, und wie weit sind wir immer noch davon entfernt!

Am Todestag der großen Kaiserin, die in ihrer Person die Ost- und die Westkirche vereint, geht unser Blick in die Zeit Theophanus zurück, in das ersten Jahrtausend, als es jene schöne Einheit in der Vielfalt gab, die Papst Johannes Paul II. für unsere ökumenischen Bemühungen als Vorbild hingestellt hat. Es ist die Zeit der ersten sieben von allen Christen anerkannten Konzilien, es ist die Zeit der Pentarchie, aber auch die Zeit der Völkerwanderungswirren, in der der Bischof von Rom, um überhaupt zu überleben sich des Schutzes des Frankenreiches versichern musste. Was in der Folge – nicht anders übrigens als in Ostrom – manchmal zu Kompromissen mit der weltlichen Macht geführt hat. In dem Zusammenhang ist auch die Einführung des „Filioque“ ins Credo zu sehen, die der Papst nicht wollte, die ihm aber durch Karl den Großen (der damit den Arianern das Wasser abgraben wollte) aufgenötigt wurde.

Seit dem Jahre 1991, dem tausendjährigen Todestag der Kaiserin Theophanu, richten sich in unserer Basilika des griechischen Heiligen Pantaleon die Augen vieler Christen auf diese Frau. Alle können sagen: sie ist eine von uns. Zu ihrer Zeit, gut sechzig Jahre vor dem großen Schisma, gab es keine Trennung: alle waren orthodox (rechtgläubig), alle waren katholisch (allumfassende Kirche). Da diese große christliche Frau fast tausend Jahre lang in Vergessenheit geraten war, ist es heute sehr schwer, sich um eine Kanonisation (Heiligsprechung) zu bemühen. Dass jeder in seinem privaten Gebet sich an sie wenden kann, ist selbstverständlich, denn in der Seligkeit Gottes befinden sich ja nicht nur die offiziell heilig gesprochenen ,sondern sehr sehr viele mehr.

„An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen“, dieses Herrenwort trifft sicher auch auf Theophanu zu, hat sie doch in den acht Jahren ihrer Regentschaft mutig, klug und segensreich (ohne irgendwelche kriegerische Verwicklungen) gewirkt.

Aus verschiedenen Elementen ihrer Biographie scheint zu erhellen, dass sie nicht nur eine gläubige Christin war, sondern ihr ganzes Leben – das öffentliche wie das private – im Geiste Christi zu gestalten bemüht war. Ihre Frömmigkeit war zunächst sicher von der Liturgie geprägt, wie sie die orthodoxe Kirche seit den Tagen des Chrysostomus und des Basilius bis heute pflegt. Darüber hinaus aber hatte sie eine gediegene Heiligenverehrung, ihr Landsmann Pantaleon war ihr teuer, sie liebte sehr den hl. Nikolaus von Myra, ferner in einem außerordentlichen Maße den hl. Albanus – sehr innig und ohne Übertreibungen. Die Tatsache, dass sie in der Nähe dieses ihres „Lieblingsheiligen“ bestattet sein wollte, um mit ihm zusammen die Auferstehung von den Toten zu erwarten, weist darauf hin, dass ihre Heiligenverehrung nicht etwas Peripheres oder nur Sentimentales war.

So ist die Prinzessin und spätere die Kaiserin Theophanu aufgrund ihrer Frömmigkeit vom Gedanken der Einheit tiefdurchdrungen. Es ist ja auch gar nicht vorstellbar dass die Gemeinschaft der Heiligen, die wir im Credo bekennen, etwa nicht von einer tiefen Einheit geprägt ist. In der Kirche des Himmels (der triumphierenden Kirche) hat sich das Wort Jesu bereits erfüllt: „Dass alle eins seien, wie du, Vater, in mir und ich in dir“. Die Kirche auf Erden aber kann die Einheit nicht mehr finden, nachdem diese im 11. Jahrhundert zerbrochen ist und sich seit dem 16.Jahrhundert in immer weiteren Spaltungen ganz verflüchtigt hat.

Sollten wir nicht vielleicht in unserem Bemühen um die Einheit mehr als bisher die Gemeinschaft der Heiligen suchen, sowohl der im Himmel als auch der auf Erden? Ich würde sagen, in einem ganz einfachen und irdischen Sinn. Für Theophanu war es eins, ob sie die Hilfe der Heiligen Nikolaus, Pantaleon, Albanus, Kosmas und Damian etc. in Anspruch nahm oder ob sie sich von christlich denkenden Männern wie den Bischöfen Willigis, Heribert, Gerbert oder Adalbert beraten ließ. Gerechtigkeit kann in einem Gemeinwesen nur durch Gemeinschaft und Einheit entstehen, was wiederum, nach dem Bibelwort „Opus iustitiae pax“ den Frieden hervorbringt. Der Historiker Ekkehard Eickhoff schreibt über die kritischen Monate nach dem frühen Tod Ottos II., des Gemahls der Theophanu, als die drei Fürstinnen Theophanu, ihre Schwiegermutter Adelheid und die Herzogin Beatrix von Oberlothringen in schöner Einmütigkeit die Geschicke des Reiches in die Handnahmen: .....mit der Hilfe des Erzkanzlers Willigis und anderer Berater „spielte sich die Regentschaft Theophanus mit ihren wichtigsten, ständigen Helfern ein. Damit begann für das Reich eine lange Reihe von Jahren inneren Friedens“ (S. 115 aus „Theophanu und der König“ von Ekkehard Eickhoff).

Jesus Christus sagt: „Lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und demütig von Herzen!“ Die Heiligen sind im Himmel, weil sie diese grundlegende Lektion in ihrem irdischen Leben gelernt haben. Die Einheit, die sie untereinander und mit dem Herrn haben, rührt daher. Wenden wir uns also an die Heiligen, und zwar nicht nur um ihre Fürsprache zusuchen, sondern auch, um von ihnen zu lernen, wie man von Christus lernt.

Liebe Brüder und Schwestern, wenn möglichst viele Christen, bei sich selbst anfangend, dies beherzigen, wird es zur Einheit kommen. Das gilt im politischen Bereich, wie wir am Beispiel der Kaiserin sahen, als auch im kirchlichen. Oft entsteht diese Einheit – im politischen wie auch im kirchlichen Raum – ohne ein weiteres Zutun der Beteiligten als nur ihr Bereitsein. Gott ist da,und er wirkt.

Die politische Einheit Deutschlands hat kein Mensch bewirkt, sie wurde von Gott geschenkt. Die kirchliche Einheit werden wir auch nicht durch unser Tun erreichen. Sie wird uns geschenkt, wenn wir, wie die Heiligen – ob kanonisiert oder nicht – von Christus lernen, „sanftmütig und demütig von Herzen“ zu sein.

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Jesus einfach mehr lieben - Predigt am Ostersonntag 2007 von Msgr. Dr. Peter v. Steinitz

„It is as it was“, soll Johannes Paul II. gesagt haben, nachdem er den aufwühlenden Film “Die Passion Christi” von Mel Gibson gesehen hatte. Seitdem sind zwei Jahre vergangen, und wie immer in unserer schnellebigen Welt, ist man zu hundert anderen mehr oder weniger wichtigen Dingen übergegangen.

In dem Film wird das Leiden und Sterben Christi auf eine so drastische Weise dargestellt, dass es vielen als eine übertriebene Brutalitätsshow vorgekommen ist. Aber wenn wir das Evangelium richtig lesen, wird uns bewusst, dass es wirklich furchtbar gewesen sein muss. Das was uns daran hindert, es so zu sehen ‚as it is’, ist einmal die zeitliche Entfernung und zum anderen der Umstand, dass uns das Leiden und der Tod Christi sowohl in der bildenden Kunst als auch in der Liturgie stark verfremdet dargeboten wird. In den unzähligen Kreuzigungsdarstellungen der Kunstgeschichte wird meistens – wenn man von dem Isenheimer Kruzifix des Matthias Grünewald absieht – der ans Kreuz geheftete Jesus als ein wohl gestalteter Mann gesehen, der in anmutiger Haltung die Arme am Kreuz ausbreitet. Musikalische Werke wie die Matthäus-Passion können uns tief erschüttern, aber die Erschütterung geschieht oft eher auf einer ästhetischen als auf der vitalen Ebene. Die Ergriffenheit angesichts der wundervollen Karfreitagsliturgie geht schon viel tiefer, aber die Distanz bleibt. Und wir können ruhigen Herzens anschließend nach Hause gehen und die häuslichen Ostervorbereitungen wie Lammbraten und Ostereierfärben weiterführen.

Ich schlage Ihnen vor, dass wir heute am Ostersonntag, ganz bewusst unsere Erschütterung ausleben, denn diesmal ist es eine positive Erschütterung, nämlich eine ganz große Freude. Auch hier könnten wir ganz cool an die Sache heran gehen und innerlich Distanz halten, schließlich will man ja vor anderen nicht seine Gefühle zeigen. Aber wenn wir so reagierten, würden wir wieder den gleichen Fehler begehen, es würde uns das Schönste entgehen.

Ich möchte wieder einmal den Vorschlag des hl. Josefmaria aufgreifen, demzufolge man am meisten vom Evangelium profitiert, wenn man sich in Gedanken ganz in die dort geschilderten Szenen hineinversetzt, als wäre man einer der Protagonisten.

Wir sehen am Ostermorgen das unterschiedliche Verhalten der Frauen und der Männer, das alles mögliche ist, aber eben nicht cool. Sie sind innerlich enorm beteiligt. Zunächst schneiden die Frauen besser ab als die Männer, das gibt den Frauen unter Ihnen die Möglichkeit, sich leicht mit Maria Magdalena, Maria Kleophas oder Maria Salome zu identifizieren. Der Unterschied zu den Männern ist, dass die Frauen nicht nur mit dem Verstand, sondern mit dem Herzen denken. Der Verstand sagt: alles ist gescheitert, hier kann man nur noch weglaufen. Das Herz sagt: man muss bei dem geliebten Meister bleiben, erst recht, wo er jetzt im Unglück ist. Bitte identifizieren Sie sich, die Männer, in diesem Augenblick nicht mit Petrus, Andreas und den anderen, sondern versuchen Sie, die Ehre der Männer zu retten, und dem Herrn beizustehen. Vielleicht gelingt es Ihnen, die Apostel aufzumuntern. Sie gehen später mit Ihnen zurück in den Abendmahlssaal, um abzuwarten, wie sich die Sache entwickelt. Aufgrund unseres heutigen Wissensstandes können Sie auch die Apostel daran erinnern, dass Jesus seinen Tod ja vorausgesagt hat.

Dass er auch seine Auferstehung vorausverkündet hat, damit können Sie im Moment bei den Männern nicht landen. Selbst als die Frauen ihnen die Auferstehung melden, wollen sie es nicht glauben. Erinnern Sie wenigstens Petrus daran, dass er zwar den Herrn verleugnet hat, dass aber die Mutter ihm bereits versichert hat, dass Jesus seine Reue annehmen würde.

Zurück zu den Frauen. Sie gehen zum Grab um die Einbalsamierung zu vollenden. Der Verstand müsste ihnen sagen: das ist zwecklos, weil das Grab bewacht ist und außerdem ein dicker Felsbrocken davor gerollt worden ist. Das Herz aber siegt: wir müssen zum Herrn, und irgendwie wird es eine Lösung geben. Und – das Herz behält recht. An dieser Stelle sollten wir uns alle, Männer wie Frauen, fragen: wie ist es mit meinem Herzen? Drängt es zum Herrn hin, trotz aller Hindernisse? Oder gebe ich immer wieder dem allzu nüchternen Verstand Raum, der sagt: es hat doch keinen Zweck?

Während die Männer noch darüber befinden, dass die Frauen wahrscheinlich spinnen, wenn sie von dem leeren Grab reden, können wir beobachten, wie die Geistgabe im Hl. Petrus wirkt. Trotz seines Versagens spürt er im richtigen Glauben, der ihm durch Jesus garantiert worden ist, dass es wohl doch stimmt, was die Frauen sagen. Zusammen mit Johannes, dessen Herz ebenfalls im richtigen Takt schlägt, läuft er zum Grab. Wir laufen mit, lassen wie Johannes dem künftigen Oberhaupt der Kirche den Vortritt und schauen in das Grab hinein ‚und glauben’. Ja, versuchen wir, uns so vollständig in das Geschehen hineinzugeben, dass es uns genauso geht wie den beiden Aposteln! Spüren wir die große und dann immer mehr zunehmende Erleichterung darüber, dass der geliebte Meister (lieben wir ihn auch so wie die Apostel und die heiligen Frauen?), nicht tot geblieben ist.

In der Tat, liebe Brüder und Schwestern, geben wir innerlich alle vornehme Zurückhaltung auf! Suchen wir die Nähe Christi! Sagen wir ihm doch, dass wir ihn lieben und alles von ihm erwarten. Es gilt nicht der Einwand, das ist alles so lange her und so weit weg. Ja, wenn ich damals gelebt hätte! Nein, in einem gewissen Sinne haben wir den Männern und Frauen damals in Jerusalem etwas voraus. Sie hatten zwar einen unmittelbaren Umgang mit Jesus, sie hörten ihn, sie sahen ihn und sprachen mit ihm. Wir aber können auf eine andere und höhere Weise mit ihm umgehen, nämlich in der Eucharistie. Papst Benedikt sagt: „Die Eucharistie setzt den auferstandenen Christus immer gegenwärtig, der sich uns weiterhin darbringt“.

Wenn wir ihn wirklich lieben, so wie wir andere Menschen lieben, dann werden wir uns auch ihm ‚darbringen’. Wir werden immer wieder neu versuchen, ihn in unserem Alltag in die Mitte zu stellen, alles auf ihn auszurichten, mit ihm Umgang zu pflegen im Gebet, die Arbeit und all die täglichen Mühsale ihm aufzuopfern und zu schenken.

Und wie macht man das? Ehe wir es uns versehen, stellen wir fest: da ist noch ein anderer Helfer, der Heilige Geist. Er ist es, den Christus nach seiner Auferstehung verheißen hat, um uns ‚in die ganze Wahrheit einzuführen’. Da wir in der ‚postpfingstlichen’ Zeit leben, haben wir durch den Hl. Geist im Grunde mehr Möglichkeiten, mit Jesus umzugehen, als es die Freunde Jesu damals hatten. Wir brauchen also Petrus, Johannes und Magdalena nicht zu beneiden. Im Hl. Geist und in der Eucharistie sind wir Jesus näher als sie.

Maria Magdalena versucht, die Füße Jesu zu umfangen, ihn zu berühren. Jesus verwehrt es ihr, da ‚er noch nicht zum Vater hinaufgegangen’ ist.

Heute aber können wir alle Jesus umfangen. Mit dem Verstand und mit dem Herzen. Unser Bemühen, das Leben Jesu besser kennen zu lernen und es mitzuleben wird vom Hl. Geist gestützt.

Und wenn wir selbst einmal unseren Lebenslauf vollendet haben, dann sollen wir die Gewissheit haben, dass auch wir auferstehen und an seinem ewigen Leben teilnehmen werden. Dass auch wir am Ende, wie Jesus und seine Freunde, die er von jetzt an ‚Brüder’ nennt, zum ‚Vater hinaufgehen’ werden.

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Wir leben ewig - Predigt in der Osternacht 2007 von Msgr. Dr. Peter v. Steinitz

Wir haben soeben in der Epistel die Worte des Hl. Paulus gehört, die das Ostergeschehen, dessen Ablauf uns das Evangelium geschildert hat, theologisch ausdeutet, und zwar in Bezug auf uns selbst. Die Auferstehung Jesu hat sozusagen zwei Seiten: was sie für Ihn bedeutet, und was sie für uns bedeutet. Nach dem furchtbaren Leiden des Herrn (das in Wirklichkeit sicher noch schlimmer war als wie es in dem Gibson Film ‚Die Passion’ so drastisch dargestellt wird) und seinem schimpflichen Tod (wie ein Verbrecher!) freuen wir uns für ihn darüber, dass er auferstanden ist von den Toten. Aber Paulus macht uns darauf aufmerksam, dass die Auferstehung Jesu auch für uns erfolgt ist:

„Wenn wir nämlich ihm gleich geworden sind in seinem Tod, dann werden wir mit ihm auch in seiner Auferstehung vereinigt sein“

Das heißt, Ostern ist für uns Menschen, und zwar für alle, die Frohe Botschaft, dass wir nämlich, wenn wir einmal sterben, nicht tot bleiben werden, so wie er nicht in Tod und Vernichtung geendet ist.

Aber auch in einem anderen Sinne hat die Auferstehung einen doppelten Aspekt. Der Katechismus sagt es uns: „Das Ostergeheimnis hat zwei Seiten. Durch seinen Tod befreit uns Christus von der Sünde, durch seine Auferstehung eröffnet er uns den Zugang zu einem neuen Leben“ (KKK 654).

Liebe Brüder und Schwestern, wir sind auch Kinder unserer Zeit, und wir stellen immer wieder fest, dass die Menschen des 21. Jahrhunderts sich mit den alten Texten der Schrift oder des kirchlichen Lehramts schwer tun. Selbst die großartigen Worte des hl. Paulus im Römerbrief rauschen an vielen, auch an Kirchenbesuchern, einfach vorbei. Das Wort von der Befreiung von Sünde und Tod, sogar das Wort von dem ewigen Leben, das uns bestimmt ist, reißt uns nicht vom Hocker. Vielleicht haben wir es zu oft gehört? Und die vielen, die nicht zur Kirche kommen, neigen dazu, wenn sie es denn einmal hören, es zu überhören, weil das darin vorkommende Wort ‚Sünde’ dem heutigen Menschen nicht schmeckt, oder einfach, weil ihnen das alles altmodisch und überholt vorkommt.

Nun erleben wir in unserer angeblich postchristlichen Zeit, wie sich die Güte Gottes in vielerlei Hinsicht auch außerhalb des kirchlichen Raums manifestiert. Und so auch in dem, was das Leben nach dem Tod betrifft.

Es ist als wenn Gott sich sagte: die Menschen brauchen eine Kenntnis dessen, was nach dem Tod passiert, denn alle müssen einmal sterben. Die Kirche ist es, die ihnen nach meinem Willen darüber verbindlich Auskunft geben kann. Sie lehrt, dass die unsterbliche Seele sich beim Tod von dem vergänglichen Leib trennt und ihr ‚persönliches Gericht’ erfährt, und dass sie, wenn sie Gott nicht ganz abgelehnt hat, nach einer gewissen Zeit der Läuterung in die ewige Seligkeit eingehen kann. Und Gott könnte weiter sagen: wenn die Menschen nicht mehr auf meine Kirche hören wollen, dann tut es mir leid, dann sind sie es selbst schuld. – Aber Gott ist anders als wir Menschen. Er ist nun einmal von einer unendlichen Güte und Barmherzigkeit. Er sagt sich gewissermaßen: Nun gut, sie hören nicht mehr auf die Kirche, worauf hören sie denn? Auf die Wissenschaft. Dann werde ich ihnen eben auf diesem Wege das notwendige Wissen vermitteln.

Die sog. exakte Naturwissenschaft nutzt das Instrumentarium der Vernunft, lässt aber gleichzeitig jede übernatürliche Offenbarung außen vor. Erfahrungsgemäß irrt sie sich gelegentlich und kommt in manchen Bereichen etwa alle zehn Jahre zu neuen Ergebnissen, die die alten umstoßen. Dennoch gilt die Wissenschaft für den modernen Menschen als zuverlässig, ja unfehlbar.

Wenn nun also Vertreter der Wissenschaft, in diesem Fall Mediziner, durch nüchterne Beobachtung und Untersuchung von klinisch Toten bzw. deren Nahtoderlebnissen zu Schlüssen kommen, die mit der Lehre der Kirche im großen und ganzen deckungsgleich sind, so ist das deshalb erstaunlich, weil man noch vor etwa vierzig Jahren einer krass materialistischen Auffassung huldigte: der Mensch ist aus Materie, alles ‚Geistige’ ist nur ein ‚Überbau’ (also etwas Eingebildetes), und wenn er stirbt, dann ist eben alles aus. Und außerdem, wie sollte denn die Seele, wenn sie nicht mehr über die Sinnesorgane verfügt, etwas sehen oder hören können?

Wenn nun heute Mediziner, ohne jede Vorgabe des Glaubens, die Erlebnisse der Menschen, die klinisch tot waren, und die durch die moderne Apparatemedizin wieder ‚zurückgeholt’ werden, registrieren, miteinander vergleichen, sie gegen Halluzinationen abgrenzen, ohne dass die Ergebnisse manipuliert wären, dann hat das alles für viele Menschen heute einen hohen Glaubwürdigkeitswert.

Gewiss gibt es auch hier die Gefahr des Missbrauchs. Schon stürzen sich esoterische Kreise auf dieses Phänomen, und auch die Möglichkeit einer Sektenbildung taucht am Horizont auf. Wahrscheinlich muss man damit leben, so wie wir gelernt haben damit zu leben, dass die Esoteriker über das Thema Engel sehr vieles, und nicht nur Falsches, verkünden. Zuständig dafür ist eigentlich die Kirche, sie weiß am besten über die Engel ‚Bescheid’. Aber da liegt der Fehler darin, dass es kaum noch Priester gibt, die über die Engel predigen (weder über die guten noch über die bösen), und sich die Leute anderswo informieren, weil sie im Grunde doch alle um die Engel ‚wissen’.

Wie sieht nun ein solches Nahtoderlebnis aus? Diesen Berichten zufolge löst sich die Seele, oder das Ich oder das Selbstbewusstsein, vom Körper, den sie tot da liegen sieht. Das ist schon die erste Überraschung: ungeachtet der nicht mehr benutzbaren Sinnesorgane, Augen, Ohren usw. kann der Mensch wahrnehmen, vielleicht sogar mehr als vorher. Er sieht vor sich eine lichte Straße, die ihn in einen anderen Bereich führt. Dabei kommen ihm Personen entgegen, die er als Engel oder verstorbene Verwandte erkennt. Schließlich begegnet er einer großen Lichtgestalt, in der christlich geprägte Menschen Jesus Christus sehen, der ihnen ihr ganzes Leben zeigt und sie fragt: was hast du aus deinem Leben gemacht?

All das spielt sich natürlich auf einer anderen Wahrnehmungsebene ab, und hier könnte der skeptische Wissenschaftler einwenden, dass es sich doch nur um immanente hirnphysiolo-gische Prozesse handeln mag. Inzwischen gibt es aber eine Reihe von Fällen, die zu widerlegen scheinen, dass der Sterbende nur ein subjektives Erleben schildert, das er selbst – unbewusst – vorprogrammiert hätte. Offensichtlich begegnen sich in diesen Nahtoder-fahrungen das Physiologische und das Geistige. Die transzendente Wirklichkeit kann, so der Einwand, nicht von einer sinnlichen Wirklichkeit wie es das Gehirn ist, wahrgenommen werden. Aber hier liegt wohl der Fehler: der Mensch ist nicht ein Gehirn, das Geistiges hervorbringt, sondern er ist im Gegenteil Geist, der sich in diesem Leben der körperlichen Organe bedient. Sowohl Naturwissenschaftler wie Philosophen sind heute so weit, dass sie nicht mehr den Geist als eine Funktion, als eine Folge des Gehirns ansehen, sondern umgekehrt, nämlich dass der Geist zuerst da ist und die physiologischen Gegebenheiten des Lebens schafft und lenkt (so der Neurophysiologe und Nobelpreisträger John Eccles und der Philosoph Karl Popper). Das bedeutet – und das ist ganz im Sinne der christlichen Theologie – dass die Geistseele des Menschen im irdischen Leben ihren materiellen Körper benutzt, aber auch ohne ihn existieren, wahrnehmen und handeln kann.

Auch der Einwand, dass die bekannten Nahtoderfahrungen die jenseitige Welt in einem allzu freundlichen Licht zeigen, sticht nicht. Es kommt auf den jeweiligen Menschen an. Es gibt da auch negative Erlebnisse. Aber es überwiegen die Aussagen, dass die Begegnungen in der jenseitigen Welt beglückend sind, dass viele ungern zurückkehren, und dass die Angst vor dem Tode genommen wird.

Übrigens gibt es in der Geschichte der Heiligen, lange bevor es die Apparatemedizin gab, mehrere Fälle von „Rückkehr aus dem Jenseits“, wo berichtet wird, dass man das eigene Leben in Gedankenschnelle wie einen Film an sich vorüberziehen sah. Die hl. Katherina von Siena hat einmal in schwerer Krankheit kurzzeitig die Schwelle zum Jenseits überschritten. Als sie in diese Welt ‚zurückgerufen’ wurde, war sie darüber sehr unglücklich.

Liebe Brüder und Schwestern, es ist natürlich nicht die Aufgabe der Wissenschaft, unseren Glauben zu ‚beweisen’. Das kann sie nicht. Aber es ist tröstlich zu wissen, dass der für Christen früher oft so schmerzliche Gegensatz zwischen Wissen und Glauben inzwischen gar nicht mehr vorhanden ist. Wenn heute ein Kosmonaut verkünden würde, er habe im Weltall keinen Gott gesehen, so nötigt uns das nur ein müdes Lächeln ab.

Die Botschaft von der Auferstehung Jesu und unserer Auferstehung steht klarer denn je vor den Menschen. Aber er bedarf nicht nur der Erkenntnis, sondern auch des zustimmenden Willens. Und es gilt nicht, einer wahren Tatsache zuzustimmen, sondern einer Person, denn die Wahrheit, die uns frei macht, ist Person – die Person Jesu Christi. Dass das so ist mit dem ewigen Leben, verdanken wir allein ihm, der soviel für uns gelitten hat, der aber am dritten Tag herrlich auferstanden ist.

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"Jesus, ich vertraue auf dich" - Predigt am Barmherzigkeitssonntag 2007 von Msgr. Dr. Peter von Steinitz

Maria Faustyna (Helena) Kowalska

Im Jahre 1931 hatte eine polnische Ordensschwester mit bürgerlichem Namen Helena Kowalska, Schauungen unseres Herrn Jesus Christus, aus denen sie verstand, daß der Herr die besondere Verehrung der Göttlichen Barmherzigkeit wünschte. Christus veranlaßte sie auch, ein Bild von ihm malen zu lassen, auf dem zu erkennen ist, wie aus dem geöffneten Herzen Jesu zwei Strahlen auf die Menschen herabkommen: eine weiße und eine rote Lichtgarbe, die - Blut und Wasser aus dem am Kreuz geöffneten Herzen - die Liebe und die Barmherzigkeit Gottes darstellen sollten. Auch verlangte der Herr die Einführung eines neuen Festes, und zwar das der Göttlichen Barmherzigkeit am Sonntag nach Ostern.

Predigt - gehalten am 23.4.1995

Im Hohen Mittelalter, genauer gesagt im Jahre 1209, hatte eine Ordensfrau, Juliane von Lüttich, Visionen, in denen sie sah, daß im Kirchenjahr ein Fest zu Ehren der Eucharistie fehlte. Sie teilte ihre Schauungen ihrem Beichtvater mit; dieser wurde, viele Jahre später, Bischof, Kardinal und bestieg schließlich als Urban IV. den päpstlichen Thron. Er sorgte dafür, daß im Jahre 1264 das neue Fest Fronleichnam für die ganze abendländische Kirche vorgeschrieben wurde.

Im Jahre 1931 hatte eine polnische Ordensschwester mit bürgerlichem Namen Helena Kowalska, Schauungen unseres Herrn Jesus Christus, aus denen sie verstand, daß der Herr die besondere Verehrung der Göttlichen Barmherzigkeit wünschte. Christus veranlaßte sie auch, ein Bild von ihm malen zu lassen, auf dem zu erkennen ist, wie aus dem geöffneten Herzen Jesu zwei Strahlen auf die Menschen herabkommen: eine weiße und eine rote Lichtgarbe, die - Blut und Wasser aus dem am Kreuz geöffneten Herzen - die Liebe und die Barmherzigkeit Gottes darstellen sollten. Auch verlangte der Herr die Einführung eines neuen Festes, und zwar das der Göttlichen Barmherzigkeit am Sonntag nach Ostern. Sr. Faustina, so der Ordensname der Nonne, starb am 5. Oktober 1938 in Krakau. Der zuständige Bischof, der den Informativprozeß zur Seligsprechung im Jahre 1967 abschloß, hieß Karol Woityla. Er schickte die Akten nach Rom und konnte selbst, als Papst Johannes Paul II. am 18. April 1993 die Ordensschwester seligsprechen.

Wie sich die Bilder gleichen!

Für denjenigen, der das Wort "sentire cum Ecclesia" ernst nimmt, d.h. der aus der Verbundenheit mit dem Hl. Vater heraus versucht, die Zeichen der Zeit zu erspüren, auch wenn noch nicht konkrete Anweisungen aus Rom vorliegen: ihm ist es unmißverständlich klar, daß mit der Seligsprechung dieser Ordensfrau auch ihre auf die gesamte Kirche abgezielte Botschaft "seliggesprochen" wird.

Werfen wir einen kurzen Blick auf die wesentlichen Elemente dieser Botschaft, die so alt und so neu wie das Evangelium selber ist. Es heißt dort u.a.: "Ich will, daß die Sünder zu mir kommen ohne jede Furcht. Die größten Sünder haben ein ganz besonderes Anrecht auf meine Barmherzigkeit. Ich freue mich, wenn sie ihre Zuflucht nehmen zu meiner Barmherzigkeit. Ich überhäufe sie mit Liebe, weit über ihre Erwartungen... Ihretwegen bin ich auf diese Erde gekommen; ihretwegen habe ich mein Blut vergossen. Ich kann den nicht strafen, der sich meiner Barmherzigkeit anvertraut".

Dann ist da die Rede von einer Novene, die man vom Karfreitag bis zum Sonntag nach Ostern halten kann. Man soll das Wissen um die Barmherzigkeit Gottes verbreiten dadurch, daß man die sog. geistigen und leiblichen Werke der Barmherzigkeit verrichtet. Vor allem verlangt Christus ein uneingeschränktes Vertrauen: "..., daß ich ganz Liebe und Erbarmen bin: jeder, der sich mir mit Vertrauen naht, empfängt meine Gnade in solchem Überfluß, daß er sie nicht zu fassen vermag, und er wird sie auch auf andere Menschen ausstrahlen". Es wird ein ganz kurzes, einfaches, aber prägnantes Stoßgebet empfohlen: "Jesus, ich vertraue auf dich".

Der barmherzige Jesus in St. Pantaleon

So weit, so gut.

Die Sprache, die hier gesprochen wird, ist die gleiche wie beispielsweise im berühmten Gleichnis vom Barmherzigen Vater (und dem verlorenen Sohn).

Als Kommentar zum Evangelium müßte also diese Botschaft bei den Christen gut ankommen. Sie kommt auch tatsächlich an, allerdings in erster Linie bei denen, von denen Christus einmal sagt: "Ich preise dich, Herr des Himmels und der Erde, daß du dieses den Klugen und Weisen verborgen, den Kleinen aber geoffenbart hast." Die Botschaft ist nämlich nicht nur so alt und so neu wie das Evangelium, sondern auch so einfach wie das Evangelium. Und, wie die Dinge mit den Christen heute stehen, für viele halt zu einfach.

Dann ist da noch die Sache mit dem Bild: das Bild, das in mehreren Varianten, zuerst 1934 in Vilnius (Litauen), gemalt wurde, entspricht nicht den Ansprüchen des gehobenen Kunstgeschmacks. Um es deutlich zu sagen: es bewegt sich im Bereich des Kitsches (das hat es übrigens mit vielen Fatima- und Lourdes-Bildern gemeinsam). Wer in der Lage ist, mit einer guten Portion Demut dieses Hindernis zu überwinden (indem er es z.B. ignoriert), wird reich belohnt. Wer das nicht kann, soll aber auch nicht getadelt werden. Und es ist ja in der Tat denkbar, daß die Aussage und die wesentlichen Elemente des Bildes von einem Künstler so dargestellt werden, daß sie wirkliche Kunst sind. Unser Jahrhundert hat nun einmal - nach einem Wort von Sedlmayr - den "Verlust der Mitte" erlebt, die Kunst und vor allem die religiöse Kunst, ist seit fast hundert Jahren hoffnungslos manieristisch - zerrissen und entfremdet.

In unserer Kirche, St.Pantaleon in Köln, haben wir seit gut einem Jahr ein neues Christus-Bild, das von einem namhaften modernen Künstler stammt. Unabhängig davon, ob dieses nun allen Kritikern gerecht wird, oder aber das vielleicht auf der anderen Seite auch gar nicht kann, sollten wir, so schlage ich Ihnen vor, das "Zeichen der Zeit" erkennen und, so gut wir können, davon Gebrauch machen.

Ob der Hl. Vater das Fest der Göttlichen Barmherzigkeit einmal für die ganze Kirche verbindlich einführen wird oder nicht, ist nicht entscheidend. Wichtig ist vielmehr, daß jeder lernt, besser mit der Barmherzigkeit umzugehen in unserer oft so unbarmherzigen Welt. Es steht auch für uns heute das Wort Christi: "Seid barmherzig wie euer Vater im Himmel barmherzig ist". Sollte aber jemand die Beachtung von sog. Privatoffenbarungen generell für problematisch halten ("was sollen die Andersgläubigen sagen!"), so kann auch er sich mit dem Gedanken der grenzenlosen Göttlichen Barmherzigkeit zuwenden, wenn er nur die Verlautbarungen des ordentlichen Lehramts der Kirche beachtet. Derselbe Karol Woityla, der als Bischof die Seligsprechung vorbereitet hatte und sie später als Papst selber vornahm - er hat zu Beginn seines Pontifikats in einer seiner ersten Enzykliken "Dives in misericordia" diese Worte gebraucht: "Die Kirche bekennt die Wahrheit von Gottes Erbarmen, die im Gekreuzigten und Auferstandenen offenbar wurde, und verkündet sie auf verschiedene Weise. Darüber hinaus ist sie bestrebt, durch Menschen das Erbarmen mit den Menschen Wirklichkeit werden zu lassen" und er fährt fort: "Dennoch darf die Kirche nie... - insbesondere nicht in einer so kritischen Epoche wie der gegenwärtigen - den AUFSCHREI zu Gottes Erbarmen vergessen gegen die vielen Formen des Übels, welche drohend über der Menschheit lasten..... Je mehr das menschliche Bewußtsein der Säkularisierung erliegt, und so den Sinn sogar für die Wortbedeutung von >Erbarmen< verliert, je mehr es sich von Gott entfernt und somit auch vom Geheimnis des Erbarmens, desto mehr hat die Kirche das Recht und die Pflicht, >mit lautem Schreien< den Gott des Erbarmens anzurufen. Dieses >laute Schreien< muß gerade die Kirche unserer Zeit kennzeichnen."

Privatoffenbarung - Lehramt der Kirche: genau wie in dem Phänomen Fatima stimmen beide miteinander vollständig überein. Worauf also sollten wir noch warten? Machen wir endlich mit der Barmherzigkeit ernst - sowohl im Geben wie im Nehmen!

 

 

Im Heiligen Jahr 2000 hat Papst Johannes Paul II. Schwester Faustina heilig gesprochen und das Fest der Göttlichen Barmherzigkeit für die ganze Kirche eingesetzt.