Pfarrnachrichten 30-31/2019 (C)

Zum Bild im Nazarener-Stil: Das Eine, was die Not wendet. Jesus bei Marta und Maria.

Am kommenden 16. Sonntag im Jahreskreis wird uns aus dem Lukas-Evangelium (Kapitel 10, Verse 38 – 42) eine interessante Begebenheit vorgetragen: Jesus wird von einer Frau namens Marta gastlich aufgenommen. Marta „hatte eine Schwester, die Maria hieß. Maria setzte sich dem Herrn zu Füßen und hörte seinen Worten zu. Marta aber war ganz davon in Anspruch genommen zu dienen. Sie kam zu ihm und sagte: Herr, kümmert es dich nicht, dass meine Schwester die Arbeit mir allein überlässt? Sag ihr doch, sie soll mir helfen! Der Herr antwortete: Marta, Marta, du machst dir viele Sorgen und Mühen. Aber nur eines ist notwendig. Maria hat den guten Teil gewählt, der wird ihr nicht genommen werden.“

Damit spricht sich Jesus in keiner Weise dagegen aus, Gäste freundschaftlich zu empfangen und vorzüglich zu bedienen. Jesu Vorwurf richtet sich eindeutig nicht gegen den äußerlich vorbildhaften Einsatz; hier von Marta zum Wohl ihrer Gäste. Jesus weist vielmehr grundsätzlich auf ein existentielles Defizit hin, das konkret deutlich sichtbar wird in Martas Frust und Ärger: Auf eine innere Leere nämlich, die sich unweigerlich in unser aller Leben einschleicht, wenn wir das „eine Notwendige“ im Einsatz zum Wohl anderer und unseres eigenen übersehen; am Ende gar vergessen.

Das „Eine Notwendige“ wendet diese Not. Es ist jenes „Not-Wendige“, das die tiefste, innere Not des Menschen wendet. Dieses „Not-Wendige“ befreit aus der inneren Leere eines nur äußerlich vorbildhaften Tuns, dem früher oder später der erfüllende Sinn fehlt. Diese Zusammenhänge hat vor allem Maurice Blondel in seinem 1893 erschienen Hauptwerk „L’Action“ unübertroffen analysiert.

Maria hingegen „hat den guten Teil gewählt, der ihr nicht genommen werden wird.“

Der „gute Teil“ ist letztlich das Gespräch mit Jesus, mit Gott selber. Hier geht es nicht um infantiles Beten, das um Erfüllung eigenen Wünschens und Wollens kreist. Gemeint ist hingegen das reife Beten, wie es uns Jesus als Hinhören auf Gott gelehrt hat: „Dein Wille geschehe“. Maria ist in diesem Sinne eine „Hörende“, die aus ihrem Hinhören empfängt, was all ihr Tun zutiefst und unvergänglich erfüllt.

(Pfr. Dr. Volker Hildebrandt)

 

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| Pfarrnachrichten 30-31/2019 (PDF, 67 KB)

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