Pfarrnachrichten 22/2019 (C)

Himmelfahrt - Salvador Dali, 1958

Auch an diesem Sonntag sind es auf den ersten Blick recht unterschiedliche Lesungen aus der Bibel, die uns vorgelegt werden. Dennoch lässt sich ein roter Faden erkennen, der diese drei scheinbar völlig verschiedenen Texte verbindet. Dieser rote Faden lässt in interessanter und spannender Weise übergreifende Zusammenhänge erkennen. Die unterschiedlichen Einzelaussagen werden nicht nur einfach verbunden. Sie eröffnen zudem eine wundervolle Perspektive für das alltägliche Leben.

In der Vision des Heiligen Johannes (Offb 21, 10-14.22-23) kommt „die heilige Stadt Jerusalemvon Gott her aus dem Himmel herab.“ Sie ist ganz „erfüllt von der Herrlichkeit Gottes“. In ihr ist kein Tempel zu entdecken. „Denn der Herr, ihr Gott, der Herrscher über die ganze Schöpfung, ist ihr Tempel.“ Deshalb „braucht die Stadt weder Sonne noch Mond, die ihr leuchten. Denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie.“

Dass es sich hier nicht um eine weltfremde Wunschvorstellung eines religiösen Träumers handelt, wird dann in den Worten Jesu im Sonntagsevangelium (Joh 14, 23-29) deutlich. Jesus spricht u.a. von einem besonderen Frieden: „nicht einen Frieden, wie die Welt ihn gibt, gebe ich euch.“ Es ist vielmehr ausdrücklich ein Friede, wie er ihn gibt: „meinen Frieden gebe ich euch“. Deshalb kann er auch sagen: „Euer Herz beunruhige sich nicht und verzage nicht.“

Jesus verspricht in diesen Zeilen darüber hinaus den „Heiligen Geist“. Er ist „der Beistand …, den der Vater … senden wird.“ Dieser Beistand „wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.“

Dieser heilige Geist, der besondere Beistand, verändert die Perspektive. Dafür steht exemplarisch die erste Sonntags-Lesung (Apg 15, 1-2.22-29). In ihr wird von der ersten Auseinandersetzung unter Christen in Fragen des Glaubens berichtet: Müssen die Heiden, wenn sie sich taufen lassen und Christen werden wollen, den Weg des Alten Testamentes durchschreiten, also (durch die Beschneidung) zuerst Juden und erst in einem zweiten Schritt Christen werden?

Obwohl diese religiöse Frage „große Aufregung“ verursachte und „heftige Auseinandersetzungen“ nach sich zog, wurde sie am Ende einmütig und schlicht geklärt. „Denn der Heilige Geist und wir haben beschlossen“, so berichtet die Apostelgeschichte, „euch keine weitere Last aufzuerlegen als diese notwendigen Dinge: Götzenopferfleisch, Blut, Ersticktes und Unzucht zu meiden. Wenn ihr euch davor hütet, handelt ihr richtig. Lebt wohl.“

Blicken wir also auf den roten Faden und heben wir ihn empor! Entdecken wir ihn auch in unserem Leben!

Nach der Auferstehung und der Himmelfahrt, wie dann besonders nach dem Pfingstfest: Gott, der in unsere Geschichte und in unser Leben eingetreten ist, weilt fortan bleibend unter uns. Er zieht sich nicht wie ein Ruheständler aus allem zurück, um noch einen schönen Lebensabend zu verbringen. Gott wird segensreich sichtbar in der Geschichte und ihrem Verlauf, wo immer wir das wünschen und wollen.

Dass wir tatsächlich erlöst sind, wird immer wieder sichtbar, wenn wir unser Leben vor Gott bringen. Nicht, dass Gott es nicht schon längst kennen würde. Sondern wir realisieren, dass er es wirklich kennt! Und dann kann man ganz anders als ohne diesen am besten täglichen Austausch im Gebet, ihm alles anvertrauen. So erfahren wir, wie es uns und unser Leben sieht, und wie er was mit unserer Zustimmung segensreich voranbringt und hineinführt in die Erlösung.

(Pfr. Dr. Volker Hildebrandt)

 

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