Pfarrnachrichten 29+30/21 (B)

Noch ist zu lesen: „Ave Maria“. Auch wenn die Marienfigur an der Erft in Euskirchen-Kreuzweingarten von den Wasserfluten einfach weggespült wurde: Gott und der Himmel bleiben uns nahe. – Mit der Kraft aus dieser Glaubenserfahrung und Glaubensgewissheit helfen und beten wir.

Derzeit sind wir eng im Gebet mit all denen verbunden, die durch die Überflutungen Angehörige und teilwiese oder gänzlich ihre Existenzgrundlage verloren haben.

Mögen nun auch all die Gottes unendlicher Liebe und seinem Erbarmen begegnen, die der Allmächtige durch Hochwasser und seine Folgen aus der irdischen Lebenszeit soeben abberufen hat.

Das Sterben und die Katastrophen sind und bleiben eine große Herausforderung. Zugleich lassen vor allem sie erfahren, dass am Ende nur die Liebe Gottes zählt, weil nur sie unserem Leben einen krisenfesten Sinn und bleibende Erfüllung zu geben vermag.

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Das Evangelium vom 16. Sonntag im Jahreskreis ist ein wunderbares Urlaubsevangelium! Der heilige Markus berichtet im 6. Kapitel, Vers 30 folgende, dass die von Jesus ausgesandten Apostel zurückgekehrt waren „und ihm alles berichteten, was sie getan und gelehrt hatten.“

Gewiss waren sie erfüllt von dem, was sie erlebt hatten. Aber sie waren auch abgearbeitet, müde und „urlaubsreif“. Zumindest legt das der Bericht des Hl. Markus unmissverständlich nahe: „Da sagte Jesus zu ihnen: Kommt mit an einen einsamen Ort, wo wir allein sind, und ruht ein wenig aus! Denn sie fanden nicht einmal Zeit zum Essen, so zahlreich waren die Leute, die kamen und gingen. Sie fuhren also mit dem Boot in eine einsame Gegend, um allein zu sein.

Es ist herrlich, wie der heilige Markus die Fürsorge und Anteilnahme des Herrn am bereitwilligen Dienst der Apostel schildert. Er nimmt die Apostel nicht nur in Dienst. Er kümmert sich auch um sie. Er baut sie auf. Er lässt sie wachsen und reifen in ihrer Bereitschaft, am Aufbau des Reiches Gottes mitzuwirken. Jesus bedient sich ihrer nicht, sondern hilft ihnen, ihr ureigenes Potential zu entdecken und zu entfalten, um segensreich und zum Wohle aller da zu sein.

Hierzu passt, was der Herr an anderer Stelle sagt (Mk 10,45): „Der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele.“

Urlaub heißt: in der Balance bleiben und sie gewährleisten. Oder sie wiedergewinnen, wenn sie angeschlagen ist: etwa durch intensive Arbeit in der Bereitschaft, ganz für andere da zu sein. Auch Jesus konnte sein Leben „als Lösegeld für viele“ nur in dem Maße hingeben, wie er sein Leben zugleich gepflegt und hat wachsen lassen. Deshalb lädt er die Apostel nun ein, gemeinsam mit ihm „ein wenig auszuruhen“.

Da ist es dann auch nicht tragisch, dass, wie Markus berichtet, man „sie abfahren sah und viele davon erfuhren; und diese zu Fuß aus allen Städten dorthin liefen und noch vor ihnen ankamen.

Zumindest auf der Überfahrt hat Jesus mit seinen Jüngern ein wenig ausruhen können. Dabei sind sie nicht um sich selber gekreist. Und sie haben auch nicht ganz alleine nur sich selber gesucht. Vielmehr haben sie die zwar kurze, aber gewiss abwechslungsreiche Überfahrt dankbar als Geschenk erlebt und angenommen, so dass sie ihre Bereitschaft zur Nachfolge Jesu erneuern und stärken konnten.

Wie selbstverständlich kann Markus dann auch vom krönenden Abschluss dieses Kurz-Urlaubs berichten: „Als er ausstieg, sah er die vielen Menschen und hatte Mitleid mit ihnen; denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben. Und er lehrte sie lange.

Möge unser Urlaubsverhalten an diesem Ereignis, dem markinischen „Urlaubsevangelium“, gesunden und gedeihen. Dann wachsen auch wir in der rechten Mitte.

(Pfr. Dr. Volker Hildebrandt)

 

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