Pfarrnachrichten 02/21 (B)

Anbetung - die drei Heiligen Könige - Albrecht Dürer

Mit Weihnachten und Silvester ist ein außergewöhnliches Jahr zu Ende gegangen. Nach dem eher harmlosen Verlauf der angekündigten Gesundheitsrisiken im Frühjahr ist die Situation vor und nach Weihnachten und bis auf Weiteres nun doch spürbar anders. Vielleicht inspiriert es, erneut auf das Wesentliche zu schauen. Auf das, was wirklich entscheidend im Leben ist.

Gott ist Mensch geworden. Damit hat er uns sein Wort gegeben: Ein besonderes und einzigartiges Wort, das Fleisch wurde. So drückt es die Hl. Schrift anschaulich und konkret aus. Gott hätte alles auch anders machen können. Hat er aber nicht. Wohl aus gutem Grund.

So hat sich Gott mit uns Menschen erneut, jetzt sogar unübertreffbar verbunden. Das war in gewisser Weise notwendig, aus Gründen die wir nur Schritt für Schritt begreifen und nachvollziehen können.

Die erste Verbundenheit mit Gott haben wir Menschen schon am Schöpfungsmorgen durchbrochen. So hat Gott durch seine Menschwerdung – eine Art Neuschöpfung – die Verbundenheit nicht nur wiederhergestellt, sondern wunderbar erneuert. Aber auch dieses zweite Mal hat Gott sich mit uns nicht verbündet, um nun gemeinsam mit uns allein nach unseren Vorstellungen zu leben.

Christ, erkenne deine Würde!“ So hat es Leo der Große (+ 461) in einer der wohl bekanntesten Weihnachtspredigten formuliert. Und er fährt fort: „Du bist der göttlichen Natur teilhaftig geworden (vgl. 2 Petr, 1,4), kehre nicht zu der alten Erbärmlichkeit zurück und lebe nicht unter deiner Würde.

Unsere Kräfte reichen dafür aber nicht aus. Um fortan mit Gott zu leben, und nicht doch wieder in die „alte Erbärmlichkeit“ zurückzufallen, bedarf es der Erlösung und ihrer anhaltenden Vergegenwärtigung. Diese hat uns Gott im realen und heiligenden Vollzug seiner Menschwerdung bis in Kreuz und Auferstehung hinein geschenkt. Und er hält sie durch unser Mitwirken im Vollzug der Eucharistie gegenwärtig: „Tut dies zu meinem Gedächtnis“.

Wäre dieser reale Vollzug und seine bleibende Vergegenwärtigung nicht notwendig, sondern überflüssig, hätte Gott sich darauf beschränkt, nur sein heilendes Wort vom Himmel aus zu sprechen. Hat er aber nicht. Und wir begreifen nur langsam, warum sein erlösendes Wort sich in den irdisch-menschlichen Vollzug der Heilung und Erlösung hineinbegeben hat.

Gott hat sich also entäußert, ist Mensch geworden. Und das bis in den Tod am Kreuz. Die Auferstehung am dritten Tag bringt das entscheidende Licht in alles. In der Feier der heiligen Geheimnisse ist all dies reale und uneingeschränkte Gegenwart.

Deshalb feiert die Kirche auch in krisen- und gesundheitskritischer Zeit Eucharistie. Sie ist systemrelevanter als alles andere. Das Verständnis dafür aus der Mitte des Glaubens ist Vielen derzeit fremd geworden. Leider. Aus der inneren Logik der hier nur skizzierten Zusammenhänge verliert dann auch die persönliche Beziehung zwischen Gott und den Menschen an Seriosität und Tiefgang; sie droht sich aufzulösen in ein dann eher soziologisches Gemeindedenken.

Unabhängig davon: Wann immer besondere Hilfe von oben nötig ist, bleibt diese an den Vollzug der Mysterien geknüpft. Davon kann sie nicht abgetrennt werden. Und so ist es nicht nur gut, sondern unverzichtbar, auch in der gegenwärtigen Krisenzeit an Präsenzgottesdiensten festzuhalten.

Darüber hinaus haben wir „durch unser Hygienekonzept anerkanntermaßen einen hohen Standard des Infektionsschutzes erreicht, der es uns ermöglicht, unsere Gottesdienste weiterhin verantwortet feiern zu können. Dies ist erst kürzlich seitens der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina bestätigt worden“, wie Generalvikar Dr. Markus Hofmann schreibt, „so dass wir im Erzbistum Köln bei allen berechtigten Vorsichtsmaßnahmen unser Gottesdienstangebot nicht einzuschränken brauchen.

(Pfr. Dr. Volker Hildebrandt)

 

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